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1946: Gründung einer Tischtennis-Gemeinschaft.
Niemand konnte ahnen, dass aus dem gesellschaftlichen Vergnügen des vorigen Jahrhunderts, dem einstigen ,,PingPong-Spiel“, ein Sport entstehen würde, der heute zu den Volkssportdisziplinen zählt: ,,Tischtennis“ Sport für jedermann. Willi Weyer, Präsident des DSB, bekannte einmal: ,,Für mich ist Tischtennis die am weitesten verbreitete bewegungstherapeutische Maßnahme hierzulande. Und weil es schätzungsweise niemanden gibt, der sich nicht wiederholt in der Kunst mit dem kleinen, weißen Ball versucht hätte, darf wohl auch behauptet werden, dass Praxis und Theorie in einem traumhaften Verhältnis zueinander stehen. Eine erstrebenswertere Zielvorstellung kann ich mir für eine Sportart nicht denken“. So waren auch viele Flüchtlinge und Einheimische aus Greene und Kreiensen nach dem 2. Weltkrieg vom Tischtennisspiel als Freizeitsport fasziniert. Im Mai 1946 gründen sie unter Leitung des späteren Vorsitzenden Fritz Böker die erste ,,Greener Tisch-Tennis-Gemeinschaft“. |
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1947 1959: Mühevoller Anfang Aufstieg und Niedergang.
Aus eigener Kraft werden Tischlerplatten besorgt, die man selbst schleift, streicht und liniert. Alsbald stehen im Saal des Gasthauses Rose vier TT-Platten. Da es kaum TT-Bälle zu kaufen gibt, fährt man mit Eiern im Rucksack zu Tauschgeschäften nach Hannover oder repariert die Bälle mit Azeton. TT-Schläger ,,Marke Eigenbau“ werden mit Sandpapier oder Kork beklebt. Improvisation war Trumpf. Trotz allem trägt man Ranglisten, Vereinsmeisterschaften und Punktspiele aus. Dazu gibt der Vorstand entscheidende Impulse, das gesellschaftliche Leben in Greene zu fördern, um die schweren Kriegsiahre schnell zu vergessen helfen. Viele Bürger werden sich noch heute an die großartig aufgezogenen Tanzvergnügen des UC bis in die 50er Jahre hinein erinnern. In dieser Zeit der Begeisterung die ,,Tisch-Tennis-Gemeinschaft“ hatte sich inzwischen in ,,Tisch-Tennis-Club“ umbenannt zählte der Verein an Aktiven 16 Damen, 28 Herren, 11 Mädchen, 14 Jungen und über 50(!) passive Mitglieder. Dabei verstehen es besonders Friedrich Schlimme und Willi Fehr ihre Fähigkeiten zum Wohle der kleinen Gemeinschaft zu nutzen. Nach der Währungsreform herrscht permanenter Geldmangel, der Wohlstand ist noch nicht ausgebrochen. Den Vorsitz hat jetzt Franz Schmitz übernommen. Die 1. Damenmannschaft (Hertel, Langer, Fehr A., R., K. Eckstädt) und die 1. Herrenmannschaft (Schubert, Kahrkling, Fehr, Schlimme, Milde, Hertel) werden erstmals Kreismeister und steigen gemeinsam in die Bezirksliga Braunschweig auf. Aber mit dem Aufblühen der deutschen Wirtschaft beginnt der Zahn der Zeit an der Substanz des Clubs zu nagen. Viele Mitglieder gehen an ihre alten Arbeitsstätten wieder zurück, wandern aus bzw. heiraten. Und mit den Abgängen sinkt die sportliche Leistungskurve rapide. Die letztlich vollzogene Notfusion mit dem neu entstandenen F.C. Greene kann die spielerische Misere nicht mehr aufhalten. Ein intensives Training ist kaum mehr möglich. Die letzten TT-Enthusiasten legen ihre Schläger aus der Hand. |
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1960 1965: Die große Wende Nationale und internationale Wettkämpfe.
Werner Küster, ein früheres Jugendmitglied, hatte noch nicht aufgegeben; am 30. 9.1960 ruft er alle bekannten Tischtennisfreunde zu einer Zusammenkunft in das alte Vereinslokal Rose. Die Neuformierung des TTC wird beschlossen. Unter der Führung von Ehrenfried Balke und der Hilfe von Walter Blötz sowie Horst Küster vollzieht sich ein sicherer und sorgfältiger Aufbau. 1962 hat der Club schon weit über 80 aktive Mitglieder - die Hälfte davon Jugendliche - und es wird an vier Wochentagen trainiert! Am Punktspielbetrieb nehmen elf Mannschaften teil. Uneigennützig führen Erwachsene das Jugendtraining durch, wobei sich besonders Wolfgang und Ingrid Schillig, Ingrid Riesner und lrmela Küster auszeichnen. ,,Vereinsmitteilungen" unterrichten all monatlich die Mitglieder. Die Öffentlichkeitsarbeit hat Pressewart W. Schillig übernommen. Große Verdienste um die Ausrichtung von TT-Sportveranstaltungen erwirbt sich in jener Zeit H. Küster. In eigener Regie wird Ostern 1963 das erste landesoffene TT-Turnier im Saal der Gastwirtschaft Rose aufgezogen. Schönster Lohn ist das Lob der Gäste bezüglich Organisation und Sportkameradschaft in Greene. Für den TTC ist dies Ansporn zugleich, noch zehn weitere bundesoffene Osterturniere, die bei einer durchschnittlichen Beteiligung von 400 Teilnehmern zu den größten der Bundesrepublik zählten, zu starten. 1964 trägt Sparta Prag u. a. mit den Europameistern Vlado Miko und Martha Luzowa einen Schaukampf im überfüllten Saal von Rose aus. 1965 trifft sich hier die Spitze der nationalen Damenklasse um den Deutschland-Pokal des DTTB. Ein anderer Höhepunkt ist der Jugendländervergleichskampf zwischen Norddeutschland und Westdeutschland. |
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1966 - 1975: Triumph der TT-Jugend bis zur deutschen Spitzenklasse.
Ganz im Zeichen der Greener Jugend stehen die nächsten Jahre. Die Schülerinnen Oelze, Macke und Metge werden in der Damenkreisklasse Meister! Auch die Jungen Steinhoff, Bertram, Schlimme und Fouquet schaffen auf Anhieb Platz 1, Platz 2 und 3 belegen zwei weitere Jungenmannschaffen des UC. Drei Jahre hintereinander dominieren die Greener Mädchen und Jungen bei den Kreisjugendmeisterschaften. Sie holen sich alle Titel. 1966 feiern alle Mannschaften nach einem langen Siegeszug ihre größten Erfolge. In 9 Staffeln stellt der TTC den Meister, 5 davon steigen in höhere Spielklassen auf. Damen und Herren spielen in den Verbandsligen. Greene ist plötzlich zur Hochburg im Tischtennis aufgerückt und gibt den Anstoß einer allgemeinen Aufwärtsentwicklung des TT-Sportes im gesamten Kreis. Gönner des Clubs sowie die Gemeinde des Fleckens Greene unterstützen großzügig die Arbeit des Vereins. So ist es möglich, die Bevölkerung anlässlich des 25jährigen Bestehens in die neue Aula der Mittelpunktschule zur ersten bedeutenden Veranstaltung einzuladen, zu einem Jubiläumskonzert mit dem Heeresmusikkorps 1 Hannover. Birgit Balke, mit 8 Jahren jüngste Kreismeisterin, ist die große Hoffnung des TTC und die beste Nachwuchsspielerin von Niedersachsen. Ihre schönsten Erfolge bis 1975 sind: 25facher Einsatz in der Jugend-Nationalmannschaft; Bundesranglistenerste der Schülerinnen (1971) und Mädchen (1973); ,,Gold", ,,Silber" und ,,Bronze" bei den Deutschen Jugendmeisterschaften 1974; Teilnahme an drei Jugend-Europameisterschaften' wo sie im Einzel den 5. Platz und im Mannschaftswettbewerb den 3. Platz erreicht. Aber auch andere Mädel und Jungen tragen den Namen Greene weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus.
Ursula Sydekum, Sigrun Balke, Monika Wanielik, Sabine Grösche, Michael Rohé, Manfred Fechner, Werner Achtner, Ulrich Wustrack mögen hier stellvertretend für viele andere sportlich ebenfalls erfolgreiche Jugendliche genannt sein. Bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften gewinnen sie 12 Titel, 9 zweite und 10 dritte Plätze und nehmen an 9 Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Im Vorstand vollzieht sich mittlerweile ein Wechsel. Nach langjähriger Tätigkeit legt E. Balke das Amt des 1. Vorsitzenden in die Hände des bisherigen Hauptsportwartes H. Küster. Die Zeiten sind inzwischen hektischer geworden. Man möchte alles und nichts reformieren. Zwei Ereignisse der Saison 1975 werfen deshalb im Schein noch vergangener großer Erfolge ihre Schaffen voraus. Das 10. bundesoffene Oster-Turnier findet letztmalig im Turniersaal von Ernst Rose und unter der Schirmherrschaft der Samtgemeinde Greene statt. Der TTC verlässt seine langjährige Stätte, um in die neue Sporthalle der Mittelpunktschule überzusiedeln. |
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1976: Die Leistungskurve sinkt Vereinskrise.
Der bisherige Höhenflug im sportlichen Sinne nimmt trotz der modernen Halle ein vorläufiges Ende. Bei den Jugendlichen schwindet immer mehr das Interesse angesichts negativer Randerscheinungen der Gesellschaft. Die Mitglieder bemängeln die eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten. Der TTC muss eine Hälfte der Halle zusammen mit dem rührigen TTC Rittierode teilen. Die öffentlichen Sportzuschüsse fließen immer spärlicher. Der Vorstand lässt nichts unversucht, erneut ein großes Osterturnier mit vielen Hoffnungen und Erwartungen zu starten. Aber es wird das letzte TT-Turnier in Greene sein. Man vermisst die Resonanz der Zuschauer; eine Tribüne auch für Presse und Turnierleitung fehlt. Aus finanziellen Gründen wird die Damenmannschaft aus der Verbandsliga zurückgezogen. Die Spitzenspielerin B. Balke spielt jetzt in der Bundesliga. Die Stimmung unter den Mitgliedern und dem Vorstand ist gereizt. Am 4.6.1976 tritt der gesamte Vorstand zurück und gibt bekannt, dass die Gründe vornehmlich außerhalb des Vereins zu suchen seien. Ratsherr Datow fordert die Versammlung auf, dem Verein die Treue zu halten. Es sei geplant, die im Bau befindliche zweite Greener Turnhalle auch dem TTC zur Verfügung zu stellen. Mit der Wahl des neuen Vorsitzenden Ulrich Wustrack vollzieht sich ein Generationswechsel. |
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